Brasilien ~ Teil 1

Tropische Inseln, grüner Regenwald, wunderschöne Städte und malerische Strände bilden die Kulisse für das große Brasilien-Abenteuer.

(Zitat aus dem LonelyPlanet, Reiseführer Brasilien)

Dann mal los – auf ins Abenteuer!!!

Unsere Route für knapp 4 Wochen:

Highlights

Das Pantanal:
Mit 210 000 km² ist es das größte Feuchtgebiet der Welt. Das Amazonasbecken mag mehr Besucher anlocken, doch das Pantanal soll für Tierbeobachtungen durch seine offenen Weiten die bessere Adresse sein. Und die Natur ist wirklich atemberaubend! Zu sehen gab es neben zahlreichen Vögeln auch Kaimane, Wasserschweine und Ameisenbären. Leider hat der Jaguar sich nicht blicken lassen.

Anreise:   Wir haben die Unterkunft in einem lokalen Reisebüro in CampoGrande gebucht. Dazu gab es einen Fahrer, der uns direkt von CampoGrande aus zur Unterkunft im Pantanal brachte.
Unterkunft:   Fazenda Baía Grande. Eine Rinderfarm mit nur einer Handvoll Zimmer, die damals in erster Linie vom Viehbetrieb lebte. Wunderschön gepflegte und saubere Anlage.
Aktivitäten:   Reiten, Tierbeobachtungen und Angeln werden angeboten.

Wasserfälle von Iguaçu:
Anreise:   Vom Busbahnhof in CampoGrande bis zu unserem Hostel in Iguacu waren wir stolze 30 Stunden unterwegs. In der im Reiseführer (LonelyPlanet) angegebenen Zeit von 14 Stunden ist die Entfernung nicht zu machen. Zudem hatte der Bus ganze 5 Stunden Verspätung. Wenigstens war der Bus einigermaßen bequem und nicht übermäßig klimatisiert.
Unterkunft:   Paudimar Campestre. Auch hier waren wir recht zufrieden, auch wenn die Sauberkeit ein wenig zu wünschen übrig lies. Zumindest konnte man sich in Englisch einigermaßen verständigen.
Aktivitäten:   Über das Hostel buchten wir einen Transfer nach Argentinien, um die argentinische Seite der Wasserfälle zu besuchen – ein absolutes Muss für alle Brasilien-Reisenden!

Serra Verde Express:
Auf der Strecke zwischen Curitiba und Morretes bietet die 2-3 stündige Fahrt mit dem Serra Verde Express einen einzigartigen Ausblick auf schroffe Felsschluchten, tosende Wasserfälle, tropisch grüne Tiefebenen und dichten Dschungel. Preise und Abfahrtszeiten ändern sich leider ständig. Von Curitiba aus bietet die in Fahrtrichtung linke Seite die bessere Aussicht. Leider kann man beim Ticketkauf nicht wählen auf welcher Seite man sitzt (viel Glück – wir hatten es!)

Ilha do Mel:
= Honiginsel, oder auch Barfußinsel. Hier gibt es keine Fahrzeuge. Dafür aber wilde Strände und malerische Wanderwege.
Anreise:   Mit der Fähre von Paranagua aus
Unterkunft:   Pousada Marimar. Sehr schönes und sauberes Hostel mit ausgezeichnetem Frühstück.
Aktivitäten:   Grutas das Encantadas – eine kleine Höhle an der Südspitze der Insel, in der Meerjungfrauen wohnen sollen, die alle verzaubern, die sich ihnen nähern.
Surfer kommen hier voll auf ihre Kosten.

Ilhabela:
350km² große Insel (wörtlich übersetzt: schöne Insel). Und das ist sie auch wirklich: Schön! Mit 360 Wasserfällen, dichtem tropischen Dschungel und bestialischen Moskitos (Borrachudos)… Wochen später hatten wir noch mit den juckenden Bissen zu kämpfen – trotz NoBite!
Anreise:   Mit dem Bus bis Sao Sabastiao, dann weiter mit der Autofähre nach Ilhabela. Die Überfahrt dauert nur 15 min und ist für Fußgänger kostenlos.
Unterkunft:   Pousada Ananas
Unglaublich schönes kleines Hotel eines Künstlers (Naji Ayoub) aus Sao Paulo. Liebevoll eingerichtet super sauber. Naji und seine Familie sind unglaublich nett. Sollte ich wieder nach Ilhabela kommen würde keine andere Unterkunft in Frage kommen! Absolute Empfehlung!
Aktivitäten:   360 Wasserfälle, mehr muss ich denke ich nicht sagen…

Parati:
Soll eine der reizvollsten Städte Brasiliens sein, nicht zuletzt wegen des gut erhaltenen historischen Stadtkerns. Die unregelmäßig angeordneten Kopfsteinpflastergassen wurden von Sklaven im 17. Jhd. verlegt und sind für den Motorverkehr gesperrt.
Anreise:   Da am zweiten Weihnachtsfeiertag weder Busse noch Taxis fahren kann ich dazu leider keine Aussage machen. Wir hatten uns privat einen Fahrer organisieren müssen.
Unterkunft:   Pousada Brisa Marinha. Etwas außerhalb aber nahe am Strand gelegene, sehr familiäre Pousada. Bezaubernd eingerichtet, fantastisches Frühstück. Die Inhaberin spricht kein Wort englisch, ist aber sehr bemüht.
Wegen eines kaputten Tranformators fiel der Strom am Ankunftstag in der ganzen Straße aus. Leider auch Nachts. In den Zimmern war es so unglaublich warm, dass wir kurzer Hand unser Bett nach draußen verlagert haben. Wir sind ja flexibel!
Aktivitäten:   Tauchen ist dort recht unspektakulär. Kann man, muss man aber nicht.
Die Altstadt von Parati ist wunderschön. Es lohnt sich wirklich hier ein paar Stunden durchzuschlendern. Mit etwas Glück begegnet man dem wirklich authentisch aussehenden Captain Jack Sparrow.
Die Wasserfälle ´Cachoeira Pedra Branca´ sind sehr schön und auch der Besuch einer Cachaça-Destillerie ´Pedra Branca´inkl. Cachaça-Probe lohnen sich.

Rio de Janeiro:
die Copacabana, der Zuckerhut, die Christusstatue, der Samba und die Favelas. Ihr seid so unbeschreiblich, euch widme ich einen extra Beitrag!

Nützliches

Visum & Einreise: Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten kein Visum (Stand Dezember 2015). Genaue und aktuellere Auskunft über die Einreise findest du auf der Website des Auswärtigen Amts.

Sprache: Brasilien spricht portugiesisch. Und das fast ausschließlich. Selbst in den Großstädten war es wirklich schwierig jemanden zu finden der Englisch spricht. Mehr dazu siehe: Macht nicht die selben Fehler

Unterwegs: Da ich es immer vermeide zu Fliegen ⇒ Bus, Zug, Fähre. Brasilien besitzt das zweit längste Straßennetz der Welt – alle großen Städte sind praktisch miteinander verbunden.  An sich klappt des sehr gut, aber ihr müsst jede Menge Zeit mitbringen. Die Entfernungen sind gewaltig, und Pünktlichkeit lässt zu wünschen übrig.

Unterkünfte: Wie immer haben wir die erste Nacht in Campo Grande bereits von Deutschland aus gebucht. Das ist nach einem langen Flug das sinnvollste, kann ich jedem nur empfehlen.
Die Übernachtungen im Pantanal hat uns ein lokales Reisebüro in Campo Grande organisiert, inklusive Transport ins Pantanal. Alle anderen haben wir entweder vor Ort oder über die Plattform Booking.com gebucht.

Geld: Die brasilianische Währung heißt Real. Den aktuellen Wechselkurs findest du hier.
In den meisten Unterkünften und Restaurants kann man mit Kreditkarte bezahlen. Geldautomaten sind weit verbreitet und nahezu überall zu finden. Lediglich zwischen Weihnachten und Silvester gab es Engpässe. Viele Geldautomaten waren leer gezogen und wurden wegen der Feiertage erst spät wieder aufgefüllt. Dennoch haben wir es immer geschafft rechtzeitig an Geld zu kommen. Irgendein Automat hatte dann doch noch Bargeld.

Tagesbuget: Brasilien ist im Gegensatz zu Asien doch ein recht teures Reiseland. Vor allem in den Städten musst du etwas tiefer in die Tasche greifen. 50-100€ pro Tag gehen da schon mal weg.

Reiseführer: LonelyPlanet und StefanLoose – beides sind ordentliche Reiseführer, die ich absolut weiterempfehlen kann.

 

Macht nicht die selben Fehler:

  • Die Landessprache in Brasilien ist Portugiesisch. Ausschließlich Portugiesisch. Was bedeutet, dass ihr es ohne portugiesische Kenntnisse echt schwer habt. In CampoGrande haben wir sage und schreibe 8 Stunden benötigt, um ein Busticket zu bekommen. Selbst in den Touristenbüros gab es meistens keine englischsprechenden Mitarbeiter.
  • Das WorldWideWeb oder der Reiseführer gibt an, dass ihr für die Strecke xy 6h braucht? Prima – rechnet einfach das doppelte. Verspätungen, unplanmäßige Zwischenstopps, Mittagspause bei den Busfahrern und Stau verlängern die Reisezeit ins unendliche. In 70h haben wir mit Bus/Zug/Fähre rund 3000 km zurückgelegt, auf die wir insgesamt 20 Stunden gewartet haben!
    Positives: Schaut immer aus dem Fenster, die vorbeiziehenden Landschaften sind wunderschön!
  • Die Brasilianer sind sehr christlich, deshalb bucht an christlichen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern im Voraus die Unterkünfte, Taxifahrten, Bustickets, etc. An Weihnachten hatten wir das Gefühl, alleine auf dem Planeten zu sein. Alle feierten zu Hause im Kreis der Familie. Nach verzweifelten Versuchen eine Fahrgelegenheit in die nächste Stadt zu bekommen, hat sich schlussendlich der über 70-jährige Vater des Kochs im Restaurant neben unserer Unterkunft erbarmt, und uns nach Parati gefahren.

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