Philippinen ~ Flashback

Als die Götter die erste philippinische Insel im kristallklaren, türkis blauen Ozean schufen, waren sie selbst von ihrem Werk so angetan, dass sie in ihrer Euphorie über 7000 weitere paradiesische Eilande formten. Nur eine Legende?

An dieser Legende könnte definitiv etwas dran sein. Die Menschen sind hier freundlicher, das Wasser blauer, die Palmen grüner und die Sonnenuntergängen bunter, als im Rest der Welt.

Willkommen im Land voller atemberaubender Natur und unvergesslicher Abenteuer:
    ~ It´s more fun in the PHILIPPINES! ~

Unsere Route für knapp 4 Wochen:

Step 1 – Manila (Luzon)

1,7 Mio Einwohner auf 38,55 km² – viele Menschen, wenig Platz. Das merkt und riecht man…
Wir haben 2 Tage in Manila verbracht, was in unseren Augen auch völlig ausreichend ist. Manila hat keine großartigen Highlights zu bieten. Wir haben uns den Hafen/Promenade, den Rizal Park, Old Manila und die beiden Friedhöfe (North Cemetery und den Chinese Cemetery) angeschaut. Kann man machen – muss man aber nicht.
Manila ist unserer Meinung nach nicht unbedingt eine Stadt die man gesehen haben muss.

Unterkunft:    V-Hotel – sehr zu empfehlen. Die Zimmer sind mit einer riesigen Fensterfront ausgestattet, was einen herrlichen Blick über Manila bietet. Lage ist sehr zentral, viele Restaurants und Bars in unmittelbarer Nähe und die Zimmer sind sehr sauber. Allerdings ist der gewöhnliche Großstadtlärm vor allem Nachts deutlich hören. Aber wozu gibt es schließlich Oropax…!
Weiterreise:   Mit dem Nachtbus nach Legazpi.

Step 2 – Legazpi (Albay)

Wer hier vorbei kommt, sieht ihn schon von Weitem – den Mount Mayon  [ 2.463 m ]. Wegen seines nahezu perfekt geformten Kegels, wird er vielfach als der schönste Vulkan weltweit bezeichnet. Wir hatten das große Glück ihn vor strahlend blauem Himmel in Aktion zu sehen (war derzeit aktiv).
Es lohnt sich besonders zu den Cagsawa Ruinen zu fahren.
1814 wurde die Stadt Cagsawa durch einen Ausbruch des Mayon´s komplett zerstört. Hunderte Menschen suchten in der Kirche Schutz, fanden dort aber nur den Tod. Allein der Glockenturm blieb bestehen und bietet heute ein unglaublich schönes Fotomotiv.

Weiterreise:   Mit dem Minivan nach Donsol. Der kleine Bus fährt allerdings erst los, wenn er voll ist. Sprich 15 Personen mitfahren, oder zumindest 15 Plätze bezahlt wurden. Wir mussten ca. 2-3h bis zur Abfahrt warten. Ein Gepäckfach gibt es in den Bussen nicht, weshalb unsere Rucksäcke auch ein Ticket „bezahlen“ mussten. Aber bei den günstigen Fahrpreisen war das für uns in Ordnung.

Step 3 – Donsol (Sorsogon)

Ein kleines verschlafenes Fischerdorf, das bekannt für die zahlreichen Walhai-Sichtungen entlang der Küste ist. Wir haben leider keine gesehen… Wäre ein Grund wieder zu kommen!
Das Tauchen dort hat sich nicht ganz so sehr gelohnt. Abartige Strömung und wie gesagt, weder Walhaie noch Manta. Dafür aber Seepferdchen und andere kleinere Meeresbewohner.
Absolut zu empfehlen ist die Tour zum Underground River. Ein wunderschöner Wasserfall vor einer Höhle, durch die ein Fluss fließt. Die Einheimischen haben ein Floss gebaut und paddeln die Touristen (wir waren dort die einzigen) von einem Ende zum anderen. Unglaublich schön, muss man gesehen haben!!!!

Unterkunft:   Woodland Beach. Es gibt mehrere Schlafsäle, Doppelzimmer und Bungalows, einen wunderschönen Pool und liegt direkt am Strand. Das Hostel besitzt zudem ein eigenes Restaurant mit recht gutem Essen. Sehr zu empfehlen!
Weiterreise:   Mit dem Tricycle zum Hafen nach Pilar. Von dort weiter mit der Fähre nach Masbate.

Step 4 – Masbate City (Masbate)

Ich glaube wir waren auf der Insel nahe zu die einzigsten europäischen Touristen. Zumindest haben wir keine anderen Touris gesehen oder getroffen. Die Einheimischen waren sehr freundlich aber doch überrascht, was uns auf die Insel verschlagen hat. Eigentlich waren ein Aufenthalt hier gar nicht geplant. Wir sind quasi auf dem Weg nach Malapascua hier gestrandet.
Auf Masbate selbst gibt es recht wenig zu sehen, außer den Bambussteg…

Unterkunft:   MG Hotel. Geführt von einem Deutschen, hat aber schon die besten Jahre hinter sich. Sauberes Zimmer, nettes Personal. Leider war das Restaurant geschlossen, was die Essenssuche zu einer echten Challenge ausarten ließ…
Weiterreise:   mit Tricycle nach Cawayan, von dort mit der Fähre nach Bato, weiter mit dem Minibus nach Maya um dort finaly auf die Fähre nach Malapascua zu steigen – 56h Anreise… We made it!!!

Step 5 – Malapascua Island/ Bounty Beach (Cebu)

Mein Taucherherz schlägt höher, wenn ich an diese wunderschöne kleine Barfussinsel denke!!! Wir hatten hier zwar unglaublich schlechtes Wetter, zur Entschädigung aber wundervolle Tauchgänge. Fuchshaie – heißt 4:30 a.m. aufstehen – aber es loooooohnt sich!

Unterkunft:   Little Mairmaid Dive Resort mit angeschlossener Tauchbasis und sehr gutem Restaurant. Hotel und Tauchbasis sind Tip-Top, absolute Empfehlung!
Weiterreise:   Mit der Fähre zurück nach Maya. Von dort aus hat uns ein Philippino mit nach Cebu City genommen – aber fragt nicht wie (mit +100km/h durch kleinste Dörfer!)…
Etwas mitgenommen aber dennoch gesund, haben wir am Hafen in Cebu City dann die Fähre nach Bohol genommen.

Step 6 – Panglao/ Alona Beach (Bohol)

Alona Beach – quirlig, laut, bunt! Das trifft es glaube ich ganz gut. Der schöne weiße Sandstrand ist gesäumt von unzähligen Palmen und noch mehr Restaurants und Bars, an denen täglich hunderte von Touristen vorbei ziehen. Für ein paar Tage ganz nett, aber es gibt durchaus ruhigere Ecken und Strände auf Bohol.
Wir haben uns einen Roller gemietet und die Insel Panglao auf eigene Faust erkundet, was sich wirklich lohnt!

Aktivitäten:
Koboldmakis/ Tarsier – die winzigen Äffchen gibt es nur auf Borneo, Sumatra und den Philippinen. Mit der Philippine Tarsier Santuary kommt sehr nah an die Tiere heran und kann tolle Bilder machen.
Loboc River – die Schiffstour auf dem Fluss inklusive Mittagessen lohnt sich absolut. Das Essen ist lecker und der Blick auf den Fluss ein absolutes Muss!
Schmetterlingsfarm – rein in die Voliere und innerhalb von wenigen Minuten sitzt auch schon der erste riesige Falter auf einem. Wunderschöne Tiere, hautnah!
Chocolate Hills – ungewöhnliche geologische Formationen, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bohols zählen. Wie die Chocolate Hills genau entstanden sind konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden. Eine Legende besagt, dass Arogo, ein junger und kräftiger Riese,  sich einst in Aloya verliebte, eine ganz gewöhnliche Sterbliche und Tochter eines Eingeborenenhäuptlings. Als sie starb brach es ihm das Herz und Arogo weinte bitterlich. Seine Tränen wurden dabei zu Hügeln, die als die heute sichtbaren Chocolate Hills noch immer von seiner tiefen Trauer zeugen.
Zipline – aaaaaaaah, den Spaß muss jeder mitgemacht haben!!!!!!!

Unterkunft:   Casa Manni, und zwar im Backpacker-Zimmer. Super Geheimtipp!!!! Das Backpacker-Zimmer ist nicht mehr als eine Gartenhütte, direkt an Manni´s Pool. Inklusive Klimaanlage, Bad und kleine Küche.
Weiterreise:   Mit der Fähre nach Siquijor/Larena.

Step 7 – Siquijor, die Hexeninsel (Visayas)

Siquijor wird gerne als Hexeninsel, Insel der Heiler oder Insel des Feuers bezeichnet. Angeblich gibt es hier Heiler, Vodoozauber und Schamanen – wir haben allerdings keine getroffen…!
Abgesehen von den Mystischen „Highlights“ hat die winzige Insel noch vielmehr zu bieten. Mietet euch einen Roller und fahrt los:

Lugnason Wasserfall – er ist nicht ganz einfach zu finden, aber wunderschön mitten im Dschungel gelegen. Am Parkplatz kann man seinen Roller abstellen und wird von einem Einheimischen zum Wasserfall begleitet. Der Service kostet nichts, aber am Ein- / Ausgang hängt eine „Donation Box“ in der man eine Spende für den Erhalt der Anlage hinterlassen kann.
Der Lagaan Wasserfall ist definitiv auch sehenswert.

Der 400-jährige Banyan-Baum mit seinen riesigen Luftwurzeln – er wird von vielen Einheimischen als heilig betrachtet und ist ein Besuch absolut wert. Direkt vor dem Baum gibt es einen kleinen Teich, in dem sich ein Fish-Spa befindet. Für ein paar philippinische Pesos kann man dort die Füße ins Wasser halten und sich die abgestorbenen Hautschuppen von kleinen und großen Fischen abknabbern lassen – riesen Spaß!!! Das Geld wird für die Pflege des Spa-Teiches, der Fische und zum Schutz des Baumes verwendet.

Unterkunft:   wir waren hier nur eine Nacht in einer nicht sehr lohnenswerten Unterkunft, die nicht mal einen Namen hatte.
Weiterreise:   Mit der Fähre nach Dumaguete, weiter mit dem Tricycle nach Tampi, von dort aus mit der Fähre nach Bato und dann mit dem Bus nach Moalboal.

Step 8 – Moalboal (Cebu)

Moalboal ist für den Kawasan Wasserfall und die Sardinenschwärme bekannt – beides absolut lohnenswert!
Die Wasserfälle sind super schön, allerdings mit einem unschönen Restaurant bis ans Ufer zugebaut. Vorne hui, hinten pfui. Dennoch lohnt es sich den Wasserfall anzuschauen. Am besten früh morgens, bevor die anderen Touris auftauchen.
Wir haben uns auch wieder einen Roller gemietet und sind unzählige Wasserfälle angefahren – einer schöner als der andere!
Die heißen Quellen von Mainit – man sagt, das Baden im Wasser hätte eine heilende Wirkung.
Die Quellen sind einfach zu finden. Am Eingang bezahlt man eine „Environmental fee“ und trägt sich in das Besucherregister ein. Folgt man dem Weg, sieht man schon nach wenigen Metern das erste 42,6°C heiße Becken – war mir allerdings echt zu heiß… Daneben liegen die etwas kühleren 36°C und 38°C heißen Becken, in die ich mich schließlich auch wagen konnte.
Im heißen Wasser schwitzen, mitten im Dschungel – irgendwie kurios, aber herrlich!  Ein paar hundert Meter entfernt findet man einen Wasserfall, der zur Abkühlung recht kaltes Bergwasser ausspuckt.

Das Tauchen hat uns dort sehr gut gefallen, vor allem die Sardinenschwärme. Nur wenige Meter vom Festland entfernt tummeln sich Millionen Sardinen. Der Schwarm ist wirklich riesig und schon seit Jahrzehnten dort. Die Wahrscheinlichkeit ihn zu Gesicht zu bekommen liegt also quasi bei 99,9%.

Unterkunft:   Blue Abyss Dive Resort – spitzen Unterkunft mit angeschlossener Tauchbasis unter deutscher Leitung.

Und das war´s dann auch schon von den Philippinen… Vorerst!

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