Philippinen ~ unsere Meinung

Menschen:

Wow, die Menschen auf den Philippinen – ein unglaublich offenes und freundliches Volk. Man sagt den Inselvölkern ja nach, dass sie insgesamt gechillter, zufriedener und fröhlicher sind – das trift hier auch absolut zu.
Unzählige Male wurde wir gefragt, ob wir Hilfe bräuchten. Dabei sassen wir nur irgendwo am Rand um die Aussicht zu genießen oder unseren Füßen eine kurze Pause zu gönnen. Die Philippinos sind immer zu einem Schwätzchen bereit und helfen wo sie nur können. Da wird auch schnell mal die Cousine angerufen, um den Namen des besten Hotels der Stadt zu erfragen, oder oder oder….

 

Transport:

Vor Ort voranzukommen funktioniert an sich problemlos, da alle ziemlich gut englisch sprechen. Aaaaaaber: man braucht Zeit. Viel Zeit!
Die einzelnen Transportmittel fahren oft nur einmal täglich und sind selten aufeinander abgestimmt.
Zudem fahren manche Busse erst wenn sie voll sind, die Abfahrt kann sich also bis ins unendliche Ziehen. Wer pünktlich irgendwo sein muss, beispielsweise am Flughafen, der sollte einen ordentlichen Puffer einplanen!
Bei langen Fahrten mit einem Überlandbus ist es ratsam, etwas mehr Geld für das Ticket auszugeben. Wir hatten ein recht günstiges Ticket bei Philtranco gekauft (ca. 3-5€ für 11h Fahrt von Manila nach Legazpi) und hatten KEINE entspannte Nacht… Der Bus hat uns quasi 11 Stunden lang durchgeschüttelt.

 

Städte:

Die Städte haben uns nicht so sehr beeindruckt. Vor allem Manila nicht… Die Philippinen sind doch ein sehr armes Volk, und das sieht man in den größeren Städten extrem.
Trotz allem gibt es in Manila ein paar schöne Ecken und man kann sich die Metropole durchaus anschauen, aber mehr als 2 Tage würde ich dort nicht verbringen.

 

Sehenswürdigkeiten:

Es gibt unglaublich viel zu sehen auf den Philippinen, vor allem für Naturbegeisterte. Wasserfälle, Dschungel, Strände, Tauchen, Tiere… ein Traum!
Viele Highlights lassen sich ganz einfach mit dem Roller anfahren und sind recht gut ausgeschildert. Meistens gibt es dort einen „bewachten“ Parkplatz, für den man ein paar Pesos locker machen muss. Und überall wird kleiner Eintritt/Environmental-Fee verlangt. Mit dem Geld sollen die Attraktionen gepflegt und geschützt werden.

 

Essen:

Die philippinische Küche ist ein Mix aus spanisch-mexikanischer, chinesischer, indischer, japanischer und amerikanischer Kost. Gerne wird Schwein oder Hühnchen gegessen, dazu gibt es immer Reis. Viele Philippinos sind echte Fleischfresser und Fast-Food-Liebhaber. Vor allem Burger und Spaghetti sind überall zu finden (McDonalds hat sogar ein McSpaghetti-Menü im Angebot). Als Vegetarier oder gar Veganer, stelle ich es mir dort echt spannend vor…!
Ein beliebter Snack auf den Philippinen ist das Balut – ein angebrütetes (!) und dann gekochtes Entenei. Im Inneren befindet sich ein fast ausgewachsener Entenembryo mit Schnabel und Federansätzen. Wir sind wirklich immer offen für Neues, aber um diese „Leckerei“ haben wir einen riesen Bogen gemacht!
Süß, süßer, am süßesten ist Halo-halo  – eine Mischung aus gehobeltem Eis, Milch, Taro, Kokosraspeln, Karamelpudding, Bohnen und Früchten. An jeder Ecke zu haben, trifft aber leider auch nicht so ganz unseren Geschmack.
Exportschlager sind auf den Philippinen die Mangos, und die sind einfach traumhaft!!!! Philippinische Mangos sind weniger sauer als die Indischen.
Insgesamt hat uns das Essen auf den Philippinen nicht so sehr vom Hocker gehauen, aber schlussendlich sind wir immer satt geworden.

 

Reisebudget:

Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern sind die Philippinen unserer Ansicht nach etwas teurer, insgesamt aber dennoch recht günstig machbar. Es hängt natürlich immer von den eigenen Ansprüchen ab, weshalb hier keine 100% passende Aussage getroffen werden kann.
Größter Kostenpunkt sind wohl die Unterkünfte, gefolgt von Essen und Trinken. Wir hatten stets ein Doppelzimmer in recht einfachen Unterkünften. Immer mit eigenem Bad und oft Klimaanlage.

Übernachtung:  ca. 20-40€/Nacht
Abendessen im Restaurant:   3-5 €
Wasser (1,5L):   ca. 0,70 €
Cola (0,33l):    ca. 0,50 €
Bier:   0,70 – 1 €
Tauchen (inkl. Ausrüstung und Boot):   ca. 30€/Tauchgang

Der Transport ist mit den öffentlichen recht günstig, hängt aber natürlich von der Entfernung und dem „Luxus“ ab. Die 3-stündige Fahrt mit der schnellen Fähre von Cebu City nach Taglibaran (Bohol) hat uns inklusive Gepäck und Service-Fee knapp 9€ gekostet.
Wir sind mit ca. 50€/Tag sehr gut hingekommen. Ist aber natürlich davon abhängig, wie viele Ausflüge man macht, wie viele Cocktails man sich am Strand gönnt, wie oft man tauchen geht oder welche Klasse man reist.

 

Internet:

Die meisten Hostels und Restaurants bieten kostenloses WLAN an. Oft aber nur im Gemeinschaftsraum oder in der Lobby. Nur in einem Restaurant hätten wir für das Passwort bezahlen müssen, woraufhin wir aber einfach ein Restaurant weiter gezogen sind. Dort war das WLAN wieder for free.
Insgesamt ist das Internet sehr langsam und fällt bei Regen auch ganz gerne mal komplett aus.

 

Allgemein:

Uns haben die Philippinen super gut gefallen. Wir waren unglaublich viel unterwegs, haben die schönsten Wasserfälle und Sonnenuntergänge gesehen und sind einem unglaublich freundlichen Volk begegnet. Mein Taucherherz schlägt höher, wenn ich an die phantastische Unterwasserwelt denke. Großfische und Makro, für jeden ist was dabei.

Und vielleicht kommen wir eines Tages wieder…

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